3 Tipps, die sich jeder Personal Trainer zu Herzen nehmen sollte

vom 16.05.2017

 

 Der Markt „Personal Training“ wächst seit geraumer Zeit stetig und unaufhaltsam, dies hat u.a. zur Folge, dass er sich auch immer weiter in Richtung „breite Masse“ entwickelt. Vor einigen Jahren noch war es ein Privileg für Großverdiener und Celebrities einen 'privaten/persönlichen Trainer' zu haben. 

Durch die steigende Anzahl und damit einhergehende Preissenkung können sich heutzutage viel mehr Menschen einen PT leisten - u.U. wird an anderen Bereichen des alltäglichen Lebens ein wenig gespart um sich diese Dienstleistung zu finanzieren. Durch die o.g. Preissenkung sinkt leider oftmals auch die Qualität.  Die Berufsbezeichnung „Personal Trainer“ ist mittlerweile etwas verwässert, da sich jeder, auch ohne Lizenzen und Ausbildungen, als ein solcher bezeichnen darf.

Wie trennt sich also die Spreu vom Weizen?

Bist du selbst als Personal Trainer tätig und setzt dir und deiner Tätigkeit hohe Standards, solltest du die folgenden drei Tipps unbedingt beherzigen:

 

1. Trend-Hopping ist was für Unentschlossene 


Die Fitnessbranche ist stark geprägt von schnelllebigen Trends. Als Fitness Trainer oder Betreiber eines Studios ist es aus unternehmerischer Sicht extrem wichtig, Trends schnell einzuschätzen und auf diese bei hohem Markt-Potential genauso schnell zu reagieren und sie dem Kunden anzubieten. 

Ein Personal Trainer hat jedoch eine gewisse Verantwortung gegenüber seinen Kunden. Die Bindung „Kunde / Personal Trainer“ bedeutet,  dass sich Kunden auf ihren PT verlassen können: Aufklärung über absurde Trends ist Pflicht. Genauso sollte dem Kunden aufgezeigt werden, dass ein gutes und wirkungsvolles Training nicht durch nicht durch einen Publicity-Trend gestört werden sollte. 


Denn seien wir mal ehrlich: insgeheim wissen wir alle, „Simple always wins“. Ein auf den Alltag, sowie körperlichen und seelischen Status Quo des Kunden abgestimmtes Trainingskonzept, ist alles was es braucht um erfolgreich zu sein. Um das Training abwechslungsreich zu gestalten bedarf es keiner merkwürdigen „Neuheiten“.


Das Erfolgskonzept lautet „Zuhören und Adaptieren“ - Bevor du als PT in ein  überteuertes Trendprodukt oder irgendeine „Master Trainer Lizenz“ investierst, buche ein hochwertiges NLP Seminar um deine Kunden besser zu verstehen. Höre den „Größen“ der Branche wie Kelly Starrett, Mark Verstegen, Steve Maxwell oder Steve Cotter  zu und lerne von ihnen. Simple as that - das ist alles was du brauchst. 


2. Der Dienstleistungsgedanke darf nie verloren gehen 


Personal Training hat mit einer gewissen Etiquette zu tun. Zu oft sieht man Trainer, die neben ihrem Kunden Shakes schlürfen, Riegel oder andere Snacks essen und/oder im schlimmsten Fall am Handy herumspielen oder mehr als 10% der Zeit hinter oder weit entfernt vom Kunden stehen. Personal Training ist ein exklusiver Service und als solcher sollte er auch zelebriert werden! Ein paar einfache Regeln helfen dabei:


- Die 2 Schuh-Regel; wenn du Kunden in ihrem zu Hause trainierst, bringe immer ein zweites Paar Indoor Schuhe mit; die du nie Outdoor trägst. 

- Dein Handy ist lautlos und wird maximal als Timer oder für Apps genutzt, die direkt mit dem Training zu tun haben.

- Essen ist absolut unangebracht - wenn möglich, versuche sogar während den Stunden nicht zu trinken, sodass du deinen Kunden während ihrer Trinkpause Tipps und Zusatzinformationen geben kannst.

- Deine Haltung ist immer proaktiv zum Kunden gerichtet. Ist dein Kunde in einer „ungewöhnlichen“ Position (Beine gespreizt, etc.) positionierst du dich seitlich des Kunden. Sitze niemals auf dem Po, sondern befinde dich in einer aktiven Hocke oder Stand - immer zu taktilen Reizen bereit.

- Stichwort taktiler Reiz: versuche dich selbst so oft wie möglich in die Übungen mit einzubringen. Daneben stehen und Wiederholungen zählen kann schließlich jeder. Korrigiere maximal drei Fehler pro Übung, setze mit deinen Händen und Armen Richtlinien, erzeuge Widerstände oder korrigiere die Haltung. (z.B.: im Liegestütz den eigenen Arm vom Rücken angefangen auf Kopfrückseite legen um richtige Kopfposition anzuleiten). 

-  Erkläre was du tust; nein - die Kunden laufen nicht weg, wenn du sie in dem unterrichtest, was du mit ihnen machst. Es gibt wenige Kunden, die tatsächlich kein Interesse daran haben, die meisten freuen sich ungemein und sind interessiert zu wissen, warum sie diese und jene Übung machen, wieso eine bestimmte Satz- und Wiederholungszahl, etc. 

- Reiche Dinge an und nehme sie Kunden wieder ab. Eine kleine Geste, die jedoch viel Wirkung hat. Wenn du ein Gerät benutzen willst, holst du es von seinem Platz, gibst es dem Kunden und hilfst ihm auch in der Anwendung (z.B.: Miniband halten, sodass der Kunde einfach „einsteigen“ kann), genauso nimmst du ihm das Produkt nach der Übung ab und legst es auf den Boden bzw. seinen Platz. 

Reiche auch Wasser oder ein Handtuch an um den „Service-Kreis“ zu schließen. 

 

3. Verlasse deinen Kompetenz-Bereich - aber sei dir ganz sicher, dass der Kunde es will, wenn du es tust! 

Als Personal Trainer sollte man seine Kunden nicht „abfertigen“ - Trainieren, Quatschen, Ciao!  

Ein PT kann und sollte viel mehr! Nämlich (sofern der Kunde offen dafür ist) den gesamten Lifestyle begleiten und verbessern.  Ernährungstipps, die ein oder andere „Probe“ (gesunde Riegel, etc), Rezepte, interessante Artikel und ähnliches. Ist dein Kunde sehr gestresst oder hat gesundheitliche Probleme, ist es vorteilhaft wenn du ein wertvolles Netzwerk an guten Ärzten, Physiotherapeuten etc. hast, an die du deine Kunden immer mit gutem Gewissen empfehlen kannst. 


Diese 3 Punkte sind sehr umfangreich aber auch essentiell und wahrscheinlich setzt du viele davon schon erfolgreich um! 

Wir hoffen, der ein oder andere Tipp war nach wie vor neu für dich und freuen uns über ein Feedback von dir! 


 

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